...wenn ich das gewusst hätte...!!!!






An sich ist Schrauben am R4 einfach und selbsterklärend. Trotzdem gibt es einge Dinge, die einem beim Schrauben unabsichtig kaputtgehen.

Deshalb lohen sich folgende Zeilen einmal durchzulesen...


 

Karosserie
 

 

 

 

 

Ausbau Frontscheibe:

Bei Einscheibensicherheitsglas kann es gelingen - bei Verbundglas geht es häufig schief :
Das herausdrücken der Scheibe.

Man kann nur entweder Gummi oder Scheibe retten - für letzteren Fall muß der Gummi zerschnitten werden.

Die Heckscheibe und die festen Seitenscheiben lassen sich dagegen problemlos herausdrücken.

Nachtrag: Es gibt auch Erfolgsberichte, bei denen die Scheibe sehr vorsichtig in kleinen Schritten unzerbrochen herausgedrückt wurde. Möglicherweise bin ich nur zu gewalttätig ...????

 
  Ausbau Schiebefensterrahmen

Bei den Kunststoff-Schiebefensterrahmen Baujahr 1980-1993 ist der Ausbau sehr einfach. Nach Entfernen der Klammern unter dem Gummiwulst ( Schrauben bei den frühen Ausführungen ) Rahmen von oben herausdrücken wie bei festen Scheiben.

Bei den R4 vor 1980 bestehen die Schiebefensterrahmen aus vielen empfindlichen Einzelteilen die beim Ausbau gerne "zerfallen". Obwohl jeder Restaurator an möglichen Rost heran möchte kann ich nur abraten diese Einsätze auszubauen. In den meißten Fällen baut man nachher der Einfachheit halber die modernen Plastikrahmen ein. Wenn es doch gelingt sieht die Dichtmassenkante gerne sehr nach "Bastelei" aus.  -> Nur Absoluten Profis ist geraten diese Arbeit zu wagen Zum Lackieren der Türen und der Rahmen reicht es, diese sauber abzukleben. Möglich und sinnvoll und in den meißten Fällen ausreichend ist es, die Samtschiene zu ersetzen und darunter Mike Sanders Kriechfett zu streichen.

  Tankrosette:

Um den Metalleinfüllstutzen herum ist eine Gummirosette, die durch zwei Bolzen durch den Kotflügel geschraubt ist. Wer versucht die Muttern von diesen Bolzen abzudrehen wird diese mit 98% Wahrscheinlickkeit abreissen ( nur M5 ). Es hilft nur die Mutter vorsichtig anzuflexen und abzusprengen.  Das gelingt am besten bei komplett mit Einfüllstutzen demontiertem Kotflügel.

Die von außen durchgeschraubten Rosetten der späten R4 sind dagegen problemlos demontierbar.


Rahmen hinter Dreiecksblech:

Der Rahmen ist hinter dem Dreiecksblech zwischen vorderem Kotflügel und tür Mehrlagig
. Deshalb rostet er dort gerne durch.  Um diese Stelle zu reparieren sollte man den Boden ausschneiden und nicht das Dreiecksblech hochbiegen. Es wird nie mehr eben hinterher. Dieses ist hier beschrieben...

Neue Kotflügel:

Die R4 - Kotflügel sind als üble Roster bekannt. Das liegt hauptsächlich daran, daß dort im Schmutzbereich viele Ecken vorhanden sind, die nach der Montage von keinem Rostschutz mehr erreicht werden. Deshalb macht es Sinn die Kotflüger von der Innenseite vor der Montage mit einem Zweikomponentenlack zu streichen ( Heizkürperpinsel ist hilfreich. ) Bei den vorderen kotflügeln ist mit Spritzlackieren nicht der gewünschte erfolg zu erzielen. Noch besseren Schutz erzielt man mit den Lokaris.

Türen aushängen:

Die R4 Türen ( bis 1981 ) sind beim R4 nur eingehängt ( wie Zimmertüren ) und nach lösen der Fangbänder einfach herauszuheben - wenn die Scharniere gut geschmiert sind! Meißt geht es aber mehr und minder schwer und man haut sich mit dem Scharnier eine hässliche Macke in die Tür und Zierleiste.  Deshalb den Bereich mit einem Lappen abkleben und gegen Ende die Tür sehr vorsichtig herausheben.
Bei den Türen nach 1981 sind die Scharniere nicht merh von außen zu sehen und an die Karosserie mit je 4x 10mm Muttern verschraubt. Erreichbar vorne Links nach lösen des Sicherungskastens. Für die hinteren Türen durch Ovallöcher in der B- Säule.

Türschlösser an Schlüssel anpassen:

Wenn nicht mehr für alle Türen und das Zündschloß die gleichen Schlüssel passen kann man das passen machen ( Methode funktioniert jedoch nicht beim Zündschloß ):  Bei ausgebautem Schloß 2mm Querstift am Ende des Schließzylinders heraustreiben und Schließzylinder mit Hilfe des Schlüssels herausziehen. Jetzt den zuküftig gewünschten Schlüssel einstecken und die noch überstehenden Messing-Schließplättchen abschleifen. ( Alternaitv auswechseln was mir aber bisher zu sehr Fummelei war ). Anschießend passt der neue Schlüssel aber natürlich auch mancher andere R4 Schlüssel - wie hoch er das daraus folgende erhöhte Risiko einstuft muß jeder selbst entscheiden.
  Räder und Reifen

 

Felgentausch:

Strenggenommen nach ABE dürfen nur die Felgentypen verwendet werden mit welchen das Fahrzeug original ausgerüstet wurde.

Was aber auf keinen Fall funktioniert sind die klassischen Felgen mit der Halbkugel in der Mitte auf den Scheibenbremsen. Die Felge wird durch die Schraubenköpfe der Bremsscheiben verbogen - wer eine Solche Felge mit 6 rostigen Beulen findet - entsorgen! - Zusätzlich können die Lüftungskiemen dieser Felgen am Bremssattel streifen.

 

Elektrik:

 

Reparatur Lenkstockschalter:

Diesmal ist bei den alten R4 ( mit Blinker rechts vom Lenkrad ) eine Reparatur durchaus möglich - dagegen ist der Lenkstockschalter  ab 1982 nicht wieder montierbar, hat man Ihn erstmal geöffnet. Der Schalter ist einfach zu klein für die Zahl der Hände, die man dazu benötigen würde.


Reparatur Zündschloß:

( Zum Ausbau in Schlüsselposition "G" seitlichen Stift eindrücken und Schloß herausziehen )
Beim Zündschloß bietet eher das jüngere Modell nach 1968 Reparaturmöglichkeiten.  Mechanischer Teil und  Elektroteil lassen sich einzeln wechseln nachdem die zwei Schlitzschrauben harausgedreht wurden.  Auch wurden diese Schlösser in vielen Französischen Autos verwendet wo sie sich nur durch die Länge des Lenkradschloßriegels unterscheiden und sich leicht auf R4 umbauen lassen.

Wechsel von Zündverteilerteilen:

Leider gibt es zur allgemeinen Verwirrung über 5 verschiedene Hersteller für den Zündverteiler, deren Modelle sich auch bei den Einzelteilen ( Kappe, Finger, Kontakt )  unterscheiden. Die Fahrgestellnummer hilft bei der Teilebeschaffung nicht. Man muß genau nachsehen welcher Verteiler eingebaut ist. 

Wechsel der Scheibenwischerposition:

Die alten R4 hatten die Scheibenwischerruheposition links - die neueren mit automatischem Rücklauf rechts. Um das anzupassen kann man einfach den Arm auf dem Wischermotor um 180 Grad gedreht montieren.
 

Fahrgestell:

 

Wechsel von Fahrwerksgelenkgummis:

Die Gummigelenke in der Vorderachse verspannen sich stark, wenn die Räder beim Anheben der Karosserie heraushängen. Daher für die Demontage ( vor allem des Stabilisators ) und auf jeden Fall für das Anziehen der Schrauben muß der R4 auf den Rädern stehen.

-> Aus diesem Grund bei längerer Standzeit nicht den R4 anheben um die Reifen zu schonen. Besser hier den R4 auf alte Räder stellen und die guten Reifen einzeln lagern.
  Wartung:
  Filtertausch:

Leider haben sich bei Luftfiltern über die Jahre und Lieferanten ein ganze Anzahl von Typen angesammelt, die sich teilweise nur um wenige Millimeter unterscheiden. Daher muß man beim Austausch das Gehäuse und den alten Filter mit dem Neuteil vergleichen. Aber Vorsicht - möglicherweise hat schon beim einem vorigen Wartungsintervall sich ein falscher Einsatz eingeschlichen. Fahrgestellnummern helfen bei der Teilebeschaffung nichts - erst recht, wenn der Motor schon mal gewechselt wurde.

Beim Ölfilter gibt es nur zwei Typen bis 1970 - 1984 mit Zollgewinde ( ca 19 mm ) und ab 1984 mit metrischen M20 x 1,5 Gewinde.

   
...wer weitere Basteltips zur Vermeidung von Reparatursackgassen hat, ist hiermit aufgefordert, es hier zur Ergänzung zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank